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Über Manuel Midlife: Ein Leben am Limit (der Gleitsichtbrille)

Manuel Midlife

Manuel Midlife (Name von der Redaktion geändert, um seine Familie vor mitleidigen Blicken an der Supermarktkasse zu schützen) erblickte in einem Jahrzehnt das Licht der Welt, als „Twix“ noch „Raider“ hieß und man zum Telefonieren das Haus verlassen musste.

Lange Zeit führte Manuel ein unauffälliges Leben. Doch dann passierte etwas Tragisches: Er wurde 40. Eines Morgens wachte er auf und stellte fest, dass sein linkes Knie lauter knackte als sein Müsli. Er ertappte sich dabei, wie er im Baumarkt fasziniert minutenlang vor einem Regal mit Fugensilikon stand, und – der absolute Tiefpunkt – er begann, die Vorzüge atmungsaktiver Allwetterjacken zu loben. Die Diagnose war niederschmetternd: Akute Alterspubertät.

Anstatt sich, wie es das Klischee verlangt, einen völlig unpraktischen Zweisitzer zu kaufen oder beim Versuch, Kitesurfen zu lernen, die Bandscheibe zu ruinieren, entschied sich Manuel für eine kostengünstigere Therapie: Er fing an zu schreiben.

Gut, eigentlich setzte er sich an den Schreibtisch, vergaß sein Passwort, suchte 45 Minuten lang seine Lesebrille (die die ganze Zeit auf seinem Kopf saß, was seine zerzauste Frisur erklärt) und fing dann an zu schreiben.

Aus diesem Chaos entstand die „Bernd“-Reihe. Bernd ist Manuels Alter Ego, sein literarischer Sandsack und der Beweis dafür, dass die männlichen Wechseljahre kein Mythos, sondern eine handfeste Bedrohung für die Zurechnungsfähigkeit sind.

Manuels aktuelle Kernkompetenzen:

Extrem-Schnaufen

Olympiareif bei Treppen ab dem zweiten Stockwerk.

Kuba-Salsa-Panik

Der theoretische Versuch, karibisches Rhythmusgefühl zu entwickeln, der in der Praxis direkt in die Arme des örtlichen Orthopäden führt.

Das Bermudadreieck des Schreibtisches

Die unheimliche Fähigkeit, wichtige Notizen, Rechnungen und volle Kaffeetassen unter Bergen von Papier auf Nimmerwiedersehen verschwinden zu lassen.

Technik-Trotz

Ein leidenschaftlicher, aber meist verlorener Kampf gegen das heimische WLAN.

Manuel verbringt seine Tage heute überwiegend in seinem Arbeitszimmer. Dort sitzt er in seiner geliebten Cordjacke, starrt abwechselnd auf die Raufasertapete und auf seinen Monitor und wartet darauf, dass ihm wieder einfällt, warum er eigentlich den Raum betreten hat.

Alle Ähnlichkeiten von Figuren in seinen Büchern mit lebenden Personen (insbesondere mit seiner Frau, seinen Kindern oder seinem Physiotherapeuten) sind natürlich völlig unbeabsichtigt und reiner Zufall. Das behauptet er zumindest eisern, wenn seine Frau das Arbeitszimmer betritt.

Warum Sie Manuels Bücher lesen sollten? Weil Lachen die beste Medizin ist. Und seien wir ehrlich: In unserem Alter übernimmt die Krankenkasse ohnehin kaum noch was anderes. Also kaufen Sie ein Buch – Manuel braucht dringend eine neue Cordjacke und mehr Vorrat an Rheumasalbe.